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Samstag, 16. März 2019

Wie versteuere ich Kryptowährungen?



Steuertipps für Kryptowährungen wie Bitcoin, Litecoin, Ether, Dash und Anderen


Grundsätzlich gilt, dass Gewinne aus Kryptowährungen selbständig in der Steuererklärung angegeben werden müssen. Dabei ist jede Transaktion steuerlich relevant und muss in einer Einzelbetrachtung versteuert werden. Die Nichtangabe von Gewinnen durch Kryptowährungen wie Bitcoin, Litecoin, Ether, Dash und Anderen stellt in der Regel eine Steuerverkürzung bzw. Steuerhinterziehung dar.



Zu beachten ist, dass innerhalb der sonstigen Einkünfte (hier zählt der Handel von Kryptowährungen hinzu) eine Freigrenze von 600€ besteht, sodass Gewinne unterhalb von 600€ steuerfrei sind. Eine Freigrenze unterscheidet sich jedoch zu einem Freibetrag, sodass nicht nur die Gewinne ab 600€ versteuert werden, sondern der gesamte Betrag versteuert wird, sobald der jährliche Gewinn 600€ überschreitet. Für die endgültige Steuerlast wird der gewöhnliche individuelle Einkommenssteuersatz mit dem Gewinn aus Bitcoin, Ethereum Token und Co. multipliziert.


- ohne Steuerberater bis zum 31. Juli 2019

- mit Steuerberater bis zum 28./29. Februar 2020

Die Abgabefrist für das Steuerjahr (Kalenderjahr) 2018:

Handel von Bitcoin und Steuer


Der Handel von Kryptowährungen zählt zu den privaten Veräußerungsgeschäften (innerhalb der sonstigen Einkünfte). Es ist aber zu unterscheiden, ob es sich bei einer Transaktion tatsächlich um ein privates Veräußerungsgeschäft handelt oder nicht. So sind Transfers, das Verschieben der gehaltenen z.B. Bitcoins vom eigenen Depot (Adresse, Wallet, Börse, etc.) in ein anderes eigenes Depot, keine Veräußerungsgeschäfte und somit nicht zu versteuern. Dennoch ist hier darauf zu achten, dass die Anschaffungsdaten fortgeführt werden.


Der Handel von Kryptowährungen mit Fiatwährungen (Euro, US-Dollar, etc.) und der Handel von Kryptowährungen mit Kryptowährungen innerhalb eines Jahres stellen immer ein privates Veräußerungsgeschäft dar. Auch wenn dabei keine Gewinne in Euro erzielt werden, müssen diese Transaktionen versteuert werden!

Gewinne und Verluste ermitteln mit der FiFo-Methode

Aktuell wird zur Ermittlung von Gewinnen und Verlusten die FiFo-Methode (First in, First out) von den deutschen Finanzämtern empfohlen und ist von uns integriert. Die Nutzung eines anderen Verbrauchsfolgeverfahren wäre auch möglich, jedoch raten wir davon ab, da dies die Pflicht, diese Methode auch in der Zukunft stringent fortzuführen, mit sich bringt.


Die FiFo-Methode besagt, dass jedes Asset entsprechend ihrem Anschaffungsdatum in der gleichen Reihenfolge auch wieder veräußert werden. Das heißt, dass zuerst gekaufte Assets auch als erste wieder veräußert werden. Der Veräußerungsgewinn ergibt sich dabei aus der Differenz des erzielten Veräußerungspreises und den Anschaffungskosten.


(Beachte: Das Steuergesetz schreibt vor, dass alle Preise und Kosten in Euro anzugeben sind. Der Handel zwischen Kryptowährungen und in dessen Folge die Preise und Kosten in Euro müssen also anhand des gemeinen Marktwertes bestimmt werden.)

Steuerfreie Gewinne ab einem Jahr Haltefrist


Ein Jahr nach dem Kauf von Bitcoin, Ethereum Tokens und Co. (sog. Haltefrist/Spekulationsfrist) sind Veräußerungen dieser Assets und die Gewinne daraus steuerfrei. Potenzielle Verluste, die erst nach dem einen Jahr Haltefrist realisiert werden, sind dementsprechend auch „steuerfrei“ und somit verloren. Deswegen ist in der Regel sinnvoll, Verluste innerhalb der Haltefrist und Gewinne erst außerhalb der Haltefrist zu realisieren. Eine Übersicht zu deinen jeweils aktuellen realisierten und unrealisierten Gewinnen/Verlusten findest du in deinem Dashboard bei coin.ink.


Es ist zu empfehlen seine Kryptoaktivitäten immer zu versteuern auch wenn Haltefristen aktiviert werden. Da einerseits bei einer Falschberechnung der Haltefrist unabsichtlich Steuern hinterzogen werden und da andererseits das Finanzamt die Steuerfreiheit offiziell feststellen muss. (Beachte: Bestimmte Aktivitäten, wie z.B. Lending können die Haltefrist auf 10 Jahre verlängern!)

Depottrennung von Kryptowährungen: Short & Long

Die Haltefrist kann man sich zunutze machen, indem man seine Assets in kurzfristige Depots (für die regelmäßige Nutzung) und langfristige Depots (zur Aktivierung der Haltefrist) trennt. Dabei ist jede Kryptowährung in einem Depot (Adresse, Wallet, Börse, etc.) als ein jeweils eigenständiges Depot zu sehen und kann damit auch jeweils unabhängig mit der FiFo-Methode versteuert werden. Diese Aufteilung kann eine große steuerliche Ersparnis zur Folge haben!

Gebühren beim Handel von Bitcoin verrechnen

Gebühren beim Handel von Bitcoin, Ethereum Token und Co. können genutzt werden, um den Veräußerungsgewinn zu senken. Gebühren stellen nämlich Veräußerungsnebenkosten dar und können mit Gewinnen verrechnet werden. Im Steuerreport von coin.ink sind diese natürlich automatisch herausgerechnet und ausgewiesen.

Steuern sparen: 
Verluste beim Handel mit Bitcoin geltend machen

Grundsätzlich gilt, dass Verluste erst verrechnet werden können, wenn sie realisiert sind, d.h. dass Kursverluste (so auch Kursgewinne) bis zur Realisierung keine steuerliche Relevanz haben. Ein Realisationsvorgang findet statt, wenn die Position veräußert wird, d.h. konkret entweder verkauft (von Krypto in Fiat) oder getauscht wurde (von Krypto in Krypto).

Die realisierten Verluste können dann 1:1 mit realisierten Gewinnen verrechnet werden. Im Fall, dass das Jahresergebnis einen Verlust darstellt, kannst du deine Verluste sogar bis zu einem Jahr zurücktragen und auch uneingeschränkt in die Zukunft vortragen, um diese mit zukünftigen Gewinnen zu verrechnen. Mit diesem Wissen kann man gezielt Verluste realisieren, um so seine aktuelle und zukünftige Steuerlast zu mindern.

Eintragung in die Steuererklärung

Den Gewinn bzw. Verlust aus dem Handel von Bitcoin und Co. trägt man in der Anlage SO (Sonstige Einkünfte) ein. In coin.ink´s leicht verständlichen Steuerreports findest du auch die Zeilen in der Steuererklärung, in die du deine automatisch berechneten Gewinne und Verluste eintragen musst. Alle zusätzlichen Nachweise für das Finanzamt werden dir natürlich gleich mitgeliefert.


INFOS ZUR STEUER AUF KRYPTOWÄHRUNG


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